Tauchen Bali

Tauchen auf Bali – Empfehlungen

Tauchurlaub auf der Insel der Götter

Ganzjährig mindestens 26 Grad, die Wassertemperatur selten unter 25 Grad. Die indonesische Insel Bali bietet hervorragende äußere Bedingungen für einen entspannten Tauchurlaub. Dazu Sandstrände, Nachtleben und wer es braucht, unzählige Tempel für den kulturellen Urlaubsanteil.

Bali ist vom Hinduismus geprägt, das ist im größten muslimischen Land der Erde ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Obwohl inzwischen auch sehr viele Moslems und einige Christen zugewandert sind, üben alle friedlich nebeneinander ihre Religion aus.

Einmal rund um Bali

Die Insel lässt sich in verschiedene Regionen unterteilen. Im Süden liegen der Flughafen, die schönsten Strände und die Haupttouristenorte Nusa Dua, Jimbaran, Sanur sowie Kuta, Legian und Seminyak. Die letzten drei sind inzwischen zu einer Stadt zusammen gewachsen. Am meisten Party ist definitiv in Kuta. Ebenfalls interessant ist das Künstlerstädtchen Ubud und seine nähere Umgebung.

Im Osten befinden sich die beiden kleinen Küstenorte Padang Bai und Candi Dasa. Sie sind hervorragende Ausgangspunkte für Tauchausflüge nach Nusa Penida, Lembongan und weiteren interessanten Tauchspots in der Region. Ich sage nur Manta und Mola Mola.

Weiter in Richtung Norden liegt zunächst Amed und 20 Minuten später erreicht man ein weiteres Top-Tauchgebiet, die Gegend in und um Tulamben / Kubu.

Mit Grönemeyer beenden wir die Inselrundschau: „Tief im Westen …“. Recht hat er. Tief im Westen liegen das Naturschutzgebiet Menjangan sowie spektakuläre Tauchplätze für Makrofreaks. Tauchausflüge in dieser Gegend werden meist von Pemuteran aus unternommen. Das dortige Adi Asri Hotel bietet ein ganz gutes Preis- Leistungsverhältnis.

Die beste Reisezeit zum Tauchen ist von April bis Oktober, da gibt es auch die meisten Mondfisch-Sichtungen. In dieser sogenannten „Trockenzeit“ ist die See meist ruhig und die Sicht dadurch besser als in der „Regenzeit“. Generell kann man aber das ganze Jahr über tauchen gehen, die Luft- und Wassertemperaturen schwanken nur geringfügig. Mantarochen sind übrigens auch das ganze Jahr über am Mantapoint anzutreffen.

Tauchen Bali – Was geht?

Wie eben beschrieben, liegen die vielen Tauchplätze rund um die ganze Insel verteilt. Deshalb muss man seinen Tauchurlaub auf Bali besser und anders planen, als zum Beispiel auf den Malediven.
In der Regel läuft ein Tauchtag mit Hotel im Süden in etwa so ab: Aufstehen, Frühstücken, draußen wartet schon ein Fahrer der gebuchten Tauchbasis, Fahrt zum Tauchplatz, zwei Tauchgänge, am späten Nachmittag ist man wieder zurück im Hotel.

Nun fährt man aber bis zu den Tauchplätzen mit dem Auto / Boot zwischen 1,5 und 3,5 Stunden (eine Strecke). Das ist ziemlich anstrengend und nicht wirklich ein erholsamer Urlaub, gerade für Vieltaucher. Aber es gibt durchaus Möglichkeiten, den Tauchurlaub angenehmer zu gestalten. Entweder plant man nur jeden zweiten oder dritten Tag einen Tauchausflug oder man macht einfach eine mehrtägige Tour rund um die Insel, eine sogenannte Tauchsafari.

Tauchsafaris werden von einigen, aber nicht allen Tauchbasen angeboten. Starten und enden kann so eine Inselrundfahrt im Prinzip überall auf Bali. Je nach Dauer der Rundreise kann man auf diese Weise nicht nur alle Top Tauchplätze Balis besuchen, sondern nebenher auch kulturelle Stätten und einiges mehr. Da man immer in der Nähe der Tauchplätze übernachtet, ist auch Nachttauchen kein Problem. Nachts am Wrack in Tulamben oder an der Wall, das hat schon was. Auch Kubu ist sehr empfehlenswert bei Nacht (am Tag natürlich auch).

Eine mögliche, sinnvolle Planung wäre zum Beispiel bei einem 14tägigem Tauchurlaub ein gesunder Mix aus Relaxen und Tauchen. Erstmal drei Tage ans Klima gewöhnen, dann sieben Tage Stück für Stück um die Insel reisen und am Ende noch einmal vier Tage ausspannen. Bei dieser Art Tauchurlaub besteht die Möglichkeit nur einen Flug zu buchen, Hotels in der gewünschten Kategorie oder Preisklasse reserviert das Tauchcenter für Euch. Während der Tauchrundreise sind Übernachtungen an den verschiedenen Orten ja sowieso mit im Preis eingeschlossen. Allerdings sind in manchen Fällen Pauschalreisen trotzdem noch günstiger, weil Tauchbasen vor Ort bei Weitem nicht so gute Zimmerpreise bekommen, wie die großen Reiseveranstalter. Der Unterschied kann bis zu 50% ausmachen. Da hilft nur vergleichen.

Die richtige Tauchbasis finden

Es gibt auf Bali geschätzte 50 – 60 Tauchbasen, viele werden von Einheimischen betrieben. Nicht selten verfügen die eingesetzten Tauchguides über keine geeignete Tauchausbildung. Sie mögen gute Guides sein, haben aber zum Beispiel keine Ausbildung zum Rettungstaucher durchlaufen. Das mag bei erfahrenen Tauchern keine große Rolle spielen, beim Schnuppertauchen oder bei ungeübten Tauchern aber schon.

Ich habe 3,5 Jahre auf Bali als Tauchlehrer gearbeitet und möchte Euch die Tauchbasis Scuba Libre Bali empfehlen. Klein, aber sehr zuverlässig. Herbert Goller, auf der ganzen Insel bekannt als „Herbie“, ist schon fast 20 Jahre da unten. Entsprechend gut kennt er sich über und unter Wasser aus. Sein größter Vorteil gegenüber den meisten anderen Basen ist aber die individuelle Planung mit seinen Gästen. So bekommt man bei Herbie fast so etwas wie einen Wunschtauchurlaub. Bei taucher.net könnt Ihr seine mehr als 150 Bewertungen bzw. Erfahrungsberichte nachlesen (5 von 5 Sterne) und Euch gerne ein eigenes Bild machen.

Die Individualität beim Tauchen mit Herbie bringt aber auch eine nicht so schöne Nebenwirkung für einige Interessenten mit sich. Er ist in der Hauptsaison immer komplett ausgebucht und muss deshalb vielen Taucherinnen und Tauchern absagen. Er bedauert das zwar, will aber sein Konzept nicht auf Kosten der Qualität ändern. Das Motto vom Tauchcenter Scuba Libre Bali, „Auftauchen lohnt sich …“, soll auch weiterhin für Individualität und Spaß in kleinem Kreis stehen.

Tec Diving auf Bali

Auch technisches Tauchen wird auf Bali angeboten. Bis zu 120 Meter tief geht es mit Bernd „Ben“ Walzinger bei entsprechend vorhandener Ausbildung hinab. Ben war zuvor Jahrzehnte auf Phuket ansässig und hat dort PADI Tauchlehrerkurse abgehalten. Irgendwann hat er dann bemerkt, dass das Tauchen rund um Bali um einiges reizvoller ist. Folglich hat er sich in Tulamben niedergelassen und voll und ganz aufs Tec Diving spezialisiert. Er bildet nach PADI und TDI bis zum Instructor aus. Weitere Infos zu Ben und zum Tec Diving findet Ihr auf seiner Website The Tec Room Bali.

Schlusswort

Mir ist vollkommen klar, dass es noch weitere gut organisierte, deutschsprachige Tauchbasen auf Bali gibt. Wie gesagt, ich habe ja dort gearbeitet und kenne viele Tauchlehrer und Betreiber von Tauchbasen persönlich. Und genau aus diesem Grund empfehle ich Herbie und Ben. Ich finde, sie sind einen Tick besser als die Besten.

Ich freue mich auf Eure Fragen und Erfahrungen zu diesem Thema, die Kommentarfunktion wartet auf Futter. Schöne Tauchgänge, wo auch immer auf der Welt Ihr umher bubbled.

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